Buchtipp |
Altefähr hat vermutlich seit dem
Jahre 1200 als Fährhafen gedient. Die erste Nennung des
Ortes findet sich im Stadtarchiv Stralsunds im Jahr 1240;
hier wird der Ort als „bei der ollen Fähre“ erwähnt. Die
Fährverbindung verband Rügen mit dem Festland und erreichte
insbesondere ab Ende des 19. Jahrhunderts hohe Frequenzen.
Insbesondere wurden landwirtschaftliche Produkte über die
Fähre nach Stralsund gebracht. Einen weiteren Aufschwung
nahm der Ort mit der Aufnahme des Eisenbahn-Fährverkehrs. Ab
1909 war die Eisenbahnfähre Teil der Schnellzugverbindung zwischen Berlin und Stockholm,
die die Fährverbindung der Königslinie (Sassnitz-Trelleborg)
einschloss.
Bis zum Bau des Rügendammes 1936 erlebte Altefähr eine
Blütezeit als Bade- und Naherholungsort für Stralsund.
Neben sieben Gaststätten, Hotels und Fremdenheimen, zwei
Bäckereien, einem Fleischer, drei Kolonialwarengeschäften
und ebenso vielen Schuhmachereien, einer Buchhandlung sowie einem
Gartenbaubetrieb gab es auch drei Tankstellen.
Heute sind es noch vier Gaststätten, ein Eiscafe, ein
Hotel garni, ein Jugendhotel, Surf- und Segelschule, eine
Fischräucherei, Fahrradverleih, Frisör, Campingplatz und
Seglerhafen. In den Jahren nach der politischen Wende
entstand in Altefähr eine Strandpromenade. |
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Antiqua passagium („Alte Fähre") ,
bezeichnet erstmals die in der ersten erhaltenen Urkunde vom
24. Februar 1240 erwähnte Fährverbindung zwischen Stralsund
und der Insel Rügen. Fürst Witzlaw I. von Rügen bestätigte
in der in Prohn ausgestellten Urkunde der Stadt Stralsund
den Ankauf der "Feldmark des angrenzenden Dorfes, wo ehemals
die alte Fährüberfahrt nach Rügen stattfand".
Der Kaufpreis betrug 90 Mark Rügenscher Münze. Bis
1854 war die Fähre im Besitz der Stadt Stralsund. Das
Vermögen der Fährkommune Altefähr ermöglichte den Abkauf der
Fährrechte. Nach der Fertigstellung des Rügendammes im Jahre 1936 wurde der
Fährverkehr eingestellt.
Seit 1957 verbindet die Personenfähre „Altefähr“ den Ort mit
Stralsund (zwischen 1. Mai und 30. September). |