Angeln

Jährlich treffen sich Hunderte der Petri-Jünger zum Heringsangeln in Altefähr und am Rügendamm. Die Heringstage finden stets Anfang Mai statt.

 

Der Strelasund ist wohl eines der bekanntesten Angelreviere Deutschlands und doch immer noch ein Geheimtipp!

Der Strelasund im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns ist ein langgestrecktes Boddengewässer, welches bei Stralsund die Insel Rügen mit dem Festland trennt.


Er bedeckt eine Fläche von ca. 65 qkm und hat mit durchschnittlich 4 m für Boddengewässer eine beachtliche Tiefe. Begrenzt wird der Strelasund im Norden vom Kubitzer Bodden und im Süden durch die Insel Palmer Ort im Greifswalder Bodden.


Das Brackwasser hat einen Salzgehalt von ca. 0,7 % und bietet daher sowohl Meeresfischen als auch Süßwasserfischen gute Bedingungen. Dies wären z. B. Aal, Hecht, Zander, Hornhecht, Flunder, Barsch, Schleie, Plötze, Brassen, Güster, Ukelei, Aland und saisonal der Hering.
Durch die große Nahrungsvielfalt erreichen besonders die Raubfische eine beachtliche Größe. Die Ufer des Strelasunds sind fast durchweg mit einem breiten Schilfstreifen besäumt.

Angler-Hinweise

Vorherrschende Angelmethode auf den Aal ist das Grundangeln mit Laufblei. Als Köder dienen Tauwurm oder Fischstücke. Der Aal beißt am besten im Mai und im August/September.


Im Frühjahr und Herbst wird auf den Hecht vorwiegend das Spinnangeln angewandt. Neben großen Blinkern und Gummifischen versprechen auch Pilker und Wobbler einen guten Erfolg. Auch das Grundangeln mit totem Köderfisch ist möglich. Der Strelasund hat einen guten Zanderbestand.


Von August bis Februar ist die beste Beißzeit. Sowohl die Grundangel mit totem Fische als auch die Spinnangel mit Gummifisch und Twister sind zu bevorzugen. Während der Hecht eine eher gleichmäßig und langsame Köderführung bevorzugt, darf es beim Zanderangeln im Strelasund etwas ruckartiger zugehen. Der Gummifisch sollte beim ständigen Grundkontakt herangezupft werden. Der Barsch (zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter anzutreffen) beißt auf Rotwurm, Twister oder kleine Spinner. Ab Mitte Oktober zieht der Barsch in tiefere Gewässer, so z. B. in das Hafengebiet von Stralsund. Dort bleibt er mehrere Wochen. Das Mindestmaß des Barsches beträgt 20 cm. Sollten vorwiegend kleinere Exemplare geangelt werden, unbedingt Köderwechsel vornehmen.


Im Allgemeinen sollten Stellen mit steinigem und sandigem Untergrund, wie z.B. vor der Halbinsel Drigge auf Rügen befischt werden. Von März bis Anfang Mai wird Hering mit dem Heringspaternoster gefangen. Der beliebteste Angelplatz zum Heringsangeln und danach im Mai für Hornhechte ist die alte Rügendammbrücke, allerdings nur für Angler, die kein Boot nutzen können. Hornhechte sind sehr wehrhaft. Darum ist das Hornhechtangeln ein echtes Spektakel. Auch Watangeln ist am Strelasund möglich, setzt aber eine gute Revierkenntnis voraus.


Empfehlenswert ist die Verwendung eines Bootes. Diese können z. B. in den Marinas Neuhof und Dänholm zwischen Rügen und dem Festland, im Sport- und Fischereihafen Stahlbode, oder in Altefähr auf Rügen gemietet werden.


Sicherheitsausrüstung, Revierkarten und Fischfinder sind in der Regel Bestandteil der Bootsausrüstung. In Altefähr gibt es auch eine Slipanlage, wo eigene Boote zu Wasser gelassen werden können. Beachten Sie, dass bei höheren Windstärken oder Nebel das Auslaufen untersagt ist.


Für die Hauptangelzeit im Frühjahr und Herbst sollten Bootsbuchungen bereits frühzeitig vorgenommen werden. Das Angeln inmitten der tiefen Fahrrinne ist zu vermeiden. Zwar sind die steilen Kanten entlang der Fahrrinne ein wahrer Hotspot, dennoch darf man natürlich nicht den Durchgangsverkehr behindern. Im nördlichen Teil des Strelasunds befinden sich diverse Laichgebiete. Hier ist das Angeln bis zum 31.05. nicht gestattet.


Quelle: www.urlaubsangler.de